Hallo meine Lieben!
Hier in meinem Blog möchte ich euch berichten was ich die ganzen Ferien so erlebe, da viele meiner Freunde im Moment unter Palmen liegen oder in anderen Ländern die Skigebiete unsicher machen und ich denke dass es so die einfachste und für mich billigste Variante ist (meine letzte Handyrechnung betrug schon wieder 80€, so langsam wird’s eng).
Also, dann fangen wir mal an. Gestern war der 31.3. und der letzte Schultag. Auf diesem Wege auch nochmal alles gute zum Geburtstag Daniel! Ich hoffe deine Party fällt nicht schon wieder auf ein Weinfest! Nach 4 Stunden Schule war es dann endlich geschafft – Ferien!! Am Nachmittag ging es gleich – wie sollte es auch anders sein – zu den Pferden. Die Besitzerin saß im Garten, bei dem tollen Wetter auch die schönste Variante den Tag zu genießen. Ich sagte ihr kurz Hallo und ging dann zu den Pferden auf die Weide. Paulo und Paco kamen mir schon freudig entgegengehüpft. Nach einigen Streicheleinheiten und Neckereien setzt ich mich auf den Tränkwagen und begann von meinem Tag zu erzählen. So komisch es sich auch für euch „Nichtreiter“ anhören mag, aber ich erzähl viel mit meinen Pferden
Nach einiger Zeit ging ich wieder zu der Besitzerin, setzte mich zu ihr und unterhielt mich – natürlich – über Pferde. Ich erzählte ihr von den kleinen nervigen Mädchen die meinen sie kennen sich so gut mit meinen Pferden aus. Ich zitiere mal einige:
„Die Pferde mögen mich, die schauen immer so traurig wenn ich wieder gehe“ Lena in Gedanken: „Ja klar, wenn du nämlich weg bist werden sie nicht mehr mit Lollys voll gestopft“
„Ich komm jeden Tag zu den Pferden und kümmer mich um sie“ Lena in Gedanken: „Jeden Tag? Warum hab ich dich dann noch nie gesehen? Und versteht man in der heutigen Zeit unter kümmern illegal auf die Weide zu gehen und die Pferde vom einen Ende zum anderen zu jagen?“
Das neuste war vorgestern, ich war auf der Weide und wollte die Pferde in den Stall holen, kommt so ein kleines Mädchen: „Hallo du bist doch die Pflege oder?“ „Wenn du das so bezeichnen willst von mir aus“ „Darf ich auch mal mit rein?“ „Nein lieber nicht, die Pferde mögen keine Fremden“ „Aber mich mögen sie“ „Sicher?“ „Ja und die Besitzer haben auch gesagt dass ich kommen darf und mich um die Pferde kümmern darf“ „Davon weiß ich nichts also lass es lieber“ (Irgendwann bin ich das Kind dann losgeworden).
Als ich der Besitzerin von letzterem erzählt habe meine sie davon weiß sie nichts und sie wird aber auch oft angerufen und da sagt sie immer nein weil sie ja mich und meine Schwester hat und weiß dass wir die Pferde gut kennen, mit ihnen zurecht kommen und die Pferde uns auch vertrauen. Außerdem möchte sie überhaupt niemand anderen mehr für ihre Pferde. Freu freu *kleinem Kind die Zunge raus streck
Das sind und bleiben meine Pferde!
Dann hat mir die Besitzerin auch noch die Vorgeschichte der Pferde erzählt. Ich weiß bisher nur dass die 2 aus Argentinien kommen. Das stimmt auch so weit. In Argentinien werden Pferde als „Arbeitsgeräte“ verwendet und auch so gehalten. Die stärksten und besten behalten sie, der Rest wird verkauft. Paulo und Paco sind also solche „Ausschusspferde“ und wurden nach Italien gebracht. Die meisten kommen – wie Paco – mit dem Schiff. Die Besitzerin war sich nicht sicher aber sie glaubt das Paulo das Glück hatte mit dem Flugzeug zu kommen. Jede Reise ist für ein Pferd stressig und anstrengend aber Pacos Transport war unter jeder Würde. Alle Pferde die unterwegs sterben werden ins Meer geschmissen. Der Rest kommt ängstlich, scheu und abgemagert in Italien an. Paulo und Paco wurden dann von einem Händler in Deutschland gekauft, von da an gingen sie weiter an ihren Besitzer, dieser schenkte dann der Besitzerin Paco. Damals waren die beiden noch eingestellt. Alle meinten „Paco wirst du nie reiten können“. Er war in einem jämmerlichen Zustand und total ängstlich. Die Besitzerin hat sich dann vor seine Box gesetzt und mit ihm geredet. Irgendwann hat er dann vertrauen zu ihr gefasst. Es hat ein Jahr gedauert bis sie einigermaßen normal mit ihm umgehen konnte. Über Paulo weiß ich nicht so viel aber sie meinte er wär nicht so gewesen wir Paco, vermutlich weil er mit dem Flugzeug kam oder alles einfach besser verkraftet hat. Es ist immer wieder schlimm zu hören wie mit Pferden umgegangen wird, aber nun auch schön zu sehen was aus meinen beiden geworden ist. Paco lässt sich allerdings immer noch nicht gerne anfassen. Er muss von sich aus kommen, das macht er nur bei Leuten die er gut kennt und da aber auch nicht immer. Mal schauen, vielleicht legt er das auch noch ab
Jetzt da ich seine Vorgeschichte kenne werde ich mal schauen was ich für ihn tun kann.
Als ich schließlich nach Hause kam war ein Freund von meiner Schwester da. Er brachte uns eine Lichtmaschine für unsere Party morgen. Das Ding ist echt der hammer! Mit Schwarzlicht und alles und reagiert super gut auf die Musik! Ich freu mich schon auf die Party und werde euch dann berichten
Liebe Grüße die lenaaaa
Hab euch lieb :-*
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links ist Paulo, rechts Paco